Der Brexit steht bevor: Beglaubigte Übersetzungen für Ihre Umfirmierung

Wir fertigen hochwertige Übersetzungen Ihres HR-Auszugs, Merger Plans oder Hauptversammlungsbeschlusses

Die englische Limited war seinerzeit eine beliebte Rechtsform, bis die Unternehmergesellschaft eingeführt wurde. Mit deutlich weniger Startkapital konnte eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft gegründet werden. Dank des Brexits droht die Limited nun für Gesellschafter zur Haftungsfalle zu werden.

Brexit: In Deutschland tätige GB-Gesellschaften müssen umfirmieren

Über 30.000 Unternehmen mit Verwaltungssitz in Deutschland agieren unter einer englischen Rechtsform, wie einer Limited oder einer PLC. Nach derzeitigem Stand wird Großbritannien am 29. März 2019 aus der EU ausscheiden. Unternehmen müssen mit der Aberkennung ihrer Rechtsform rechnen. So ist davon auszugehen, dass die Limited und die PLC nach dem Brexit wie eine OHG oder eine GbR behandelt werden. Der EuGH hatte in einem entsprechenden Urteil so entschieden. Für betriebliche Verbindlichkeiten können Gesellschafter fortan mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden.

Erneuerung des Umwandlungsgesetz schafft Abhilfe

Auf Anregung der Bundesjustizministerin Katarina Barley wurde das Umwandlungsgesetz erneuert. Es ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft. Unternehmen mit deutschem Verwaltungssitz und englischer Rechtsform können ihre englische Gesellschaftsform in eine GmbH oder UG umwandeln. Dabei stehen folgende Vorgänge zur Auswahl:

  • Verschmelzung
  • Formwechsel
  • Holdingstruktur

Detail des Gesetzes erfordert schnelles Handeln

Das Umwandlungsgesetz sieht vor, dass Unternehmen ihre entsprechenden Umwandlungspläne noch vor dem Brexit notariell beurkunden lassen. Nur dann kann das neue Gesetz zur Anwendung kommen. Eine Umwandlung ist zwar noch bis zu zwei Jahre später möglich, doch die Rechtsdokumente müssen vorher beglaubigt und notariell beurkundet werden. Bis dahin bleiben zum jetzigen Zeitpunkt weniger als drei Monate. Die Zeit drängt.

Wir fertigen hochwertige Übersetzungen Ihrer Rechtsdokumente an

Die Umwandlung Ihrer Limited oder PLC kann im Rahmen der EU-Richtlinie 2005/56/EG vollzogen werden. Auf deutscher Seite bildet das Umwandlungsgesetz die Rechtsgrundlage. Da sowohl in Deutschland als auch in England entsprechende Rechtsdokumente den zuständigen Gerichten vorgelegt werden müssen, bedarf der Prozess einiger beglaubigten und vor allem juristisch korrekten Übersetzungen.

Englischer Handelsregisterauszug ist deutschem Gericht vorzulegen

Um Ihr Unternehmen mit einer deutschen GmbH, UG oder AG zu verschmelzen, bedarf es zunächst eines „Pre-Merger Certificates“. Die Genehmigungsurkunde kann beim englischen Gericht beantragt werden.

Da die Verschmelzung erst nach Einwilligung eines Gerichts und einer zweimonatigen Frist ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung im englischen Handelsregister vollzogen werden kann, genügt die notarielle Beurkundung der beglaubigten Übersetzung des „Pre-Merger Certificates“.

Merger Plan und Gesellschafter- oder Hauptversammlungsbeschluss

Der Verschmelzungsplan, oder auch Merger Plan, ist sowohl dem englischen, als auch dem deutschen Notar vorzulegen. Zudem haben Gesellschafter beider Länder ein Interesse an dem Dokument. Eine beglaubigte und präzise Übersetzung, die den Tonfall trifft und Informationen korrekt kommuniziert ist daher unerlässlich.

Die Verschmelzung, der Rechtsformwechsel oder der Aufbau einer Holdingstruktur wird von den Gesellschaftern bzw. Aktionären bestimmt. Damit die Notare tätig werden können, müssen sie einen beglaubigten Gesellschafter- oder Hauptversammlungsbeschluss sehen, der das Vorhaben festhält. Sie benötigen das Dokument daher sowohl in Englisch als auch auf Deutsch.

Als wirtschaftliches Übersetzungsbüro mit gesellschaftsrechtlichen Kernkompetenzen unterstützen wir Sie gerne beim anstehenden Formwechsel oder einer Verschmelzung aufgrund des Brexits.

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